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wir möchten dich heute über den aktuellen Stand der Verhandlungen zu unseren Forderungen informieren (siehe Newsletter vom 26. August 2026). Die Arbeitgeberseite blockiert unsere finanziellen Forderungen! Leider müssen wir dir mitteilen, dass die Arbeitgeberseite – vertreten durch den Raiffeisenverband – unsere finanziellen Forderungen komplett zurückgewiesen hat. Christian Tanner, Verhandlungsführer des Raiffeisenverbandes, erklärte in der heutigen Sitzung, die Kombination aus nationalen (siehe Newsletter vom 27. Juli 2026) und lokalen Forderungen sei aus ihrer Sicht zu umfangreich und wirke abschreckend. Er äußerte gar die Sorge, die Summe der Forderungen könnte die wirtschaftliche Existenz der Betriebe gefährden – eine Behauptung, die in keinem Verhältnis zu den moderaten Forderungen steht, die wir auf den Tisch gelegt haben. Die Arbeitgeberseite vertritt deshalb die Position, dass derzeit auf lokaler Ebene nicht über wirtschaftliche Anpassungen verhandelt werden kann, da die finanziellen Auswirkungen in Summe für sie noch nicht absehbar seien. Konkret blockiert werden damit folgende Kernforderungen, die unser Kollege Ulrich Untersulzner in der Sitzung nochmals entschieden verteidigt hat: - Gehaltsvorschuss: die geforderte einstweilige Erhöhung von 300 € als Vorschuss auf die nationale Gehaltsverhandlung.
- Territoriales Lohnelement: die Anpassung der bestehenden Raiffeisenzulage an die nach wie vor höhere Inflation und Preisentwicklung in Südtirol.
- Essensgutscheine: die Erhöhung der Ticketwerte auf 10 € (kleines Ticket) bzw. 14 € (großes Ticket).
- Pensionsfonds: die vollständige Übernahme der nationalen Beitragserhöhungen.
- Welfare & Familie (inkl. WKR): wirtschaftliche Unterstützungen wie der Kita-Zuschuss, der Kindergarten-Zuschuss, sowie die Aufstockung der Bezüge während der Elternzeit.
- Zulagen: eine substanzielle Erhöhung der Geschäftsstellenleiterzulage sowie die Prüfung einer zusätzlichen Pendlerzulage.
Trotz dieser Ablehnung zeigte sich die Arbeitgeberseite bereit, die Gespräche in einigen Punkten fortzuführen – allerdings nur zu Themen ohne unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen. Mit anderen Worten: Verhandeln ja, aber nur solange es nichts kostet.
Wie geht es weiter? Wir haben auf dieses Angebot bislang bewusst keine Antwort gegeben. Ausschließlich normative Themen zu verhandeln, während die zentralen finanziellen Forderungen auf Eis liegen, erscheint uns wenig attraktiv – zumal beim letzten Treffen Mitte August noch ein ganz anderer Eindruck entstanden war. Gerade beim Thema Essensgutscheine schien eine positive Entwicklung durchaus möglich. Beim nächsten Verhandlungstermin wird sich entscheiden, ob die Gespräche auf dieser Basis fortgesetzt oder offiziell abgebrochen werden. Wir halten dich auf dem Laufenden.
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